23. Januar 2021

ATU XVII | #1 – Das Geheimnis des Sternes

Hi, ich bin O. Schön, dass du hier bist. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Tarotkarte „ATU XVII – Der Stern“, auf der uns Nuit, die Göttin des Himmels, in Manifestation erscheint, um uns mit spiritueller Sehnsucht, göttlicher Ekstase und kosmischer Inspiration zu erfüllen. Im Heiligen Rad der Zeit symbolisiert „ATU XVII – Der Stern“ das Tierkreiszeichen Wassermann, über das du zu Beginn dieses Beitrags ein bisschen mehr erfährst, denn: Wie im Himmel, so auf Erden.

Love is the law,

die O.

Wie im Himmel,…

Im Tierkreiszeichen Wassermann durchwandert die Sonne unseres Himmels die Mitte des Winters, in der wir trotz der eisigen Kälte bereits erahnen, dass das Bewusstsein unserer Welt erwacht und sich in den Aufstieg bewegt. Die Zeit schenkt uns bereits ca. eine Stunde mehr Tageslicht als noch zuvor im Tierkreiszeichen Steinbock. Im Wassermann beginnt die augenscheinliche Laufbahn der Sonne sich auszubreiten, um die Grenzen des Himmels zu transzendieren und das Bewusstsein der Natur allmählich zu erhellen. Es ist eine Zeit, in der wir eine Vorahnung auf den Frühling erfahren und die Lebenskräfte der Natur spüren, die aus der tiefen Dunkelheit des Winters emporsteigen.

Die Wandlung der Zeit suggeriert uns, dass sich das Bewusstsein unserer Natur aus der stillen Dunkelheit heraushebt, um uns in der Mitte des Winters die Gewissheit zu schenken, dass die Freuden und Kreationen der Lebendigkeit unserer Erde auf dem Weg sind, in Erscheinung zu treten.

Der Himmel und die Luft dieser Jahreszeit sind meist besonders klar. Schnee, Regen und Wind scheinen die Atmosphäre der Erde zu reinigen bevor der Frühling hervorbrechen wird und mit ihm die neugeschöpften Kreationen des Bewusstseins unserer Natur.

Im Tageskreislauf erkennen wir diese Zeitqualität mit dem Erscheinen von Venus. Der Auftritt der Lichtbringerin als Morgenstern verrät uns, dass sich unsere Welt in Kürze von der Nacht in den Tag wandelt wird.  

ATU XVII | Das Geheimnis des Sternes

Auf der Tarotkarte „ATU XVII – Der Stern“ erscheint uns Venus als nackte Tochter des Himmels und Sinnbild der spirituellen Ekstase, Hingabe, Transzendenz und Illumination. Sie hüllt sich in ein Parfum aus Rose, Weihrauch, Jasmin und Galbanharz, dessen magischer Essenz die sinnliche Verführungskunst entströmt, durch die sie unsere Sehnsucht nach dem Überirdischen weckt – damit wir der Göttin von einer Welt in die andere folgen und in ihrer spirituellen Liebe entflammen.

Ein Stern ist ein Symbol der Religiosität, ein Licht der Höheren Welt, dessen funkelnder Anblick unsere Seele dazu inspiriert, sich bedingungslos und demütig dem eigenen Seelenweg hinzugeben, um durch diesen hindurch die Unio Mystica zu vollziehen. Das Wort Mystik führt auf das griechische Verb myein zurück, das die Bedeutung „die Augen schließen“ trägt. Es ist die Erfüllung durch eine okkulte, kosmische Essenz der göttlichen Inspiration. Die Unio Mystica, die der Stern im Tarot symbolisiert, ist eine Erfahrung, die nicht in Worte zu fassen ist, denn sie liegt außerhalb unserer Denkprozesse und kennt als Idee der spirituellen Einheitserfahrung keinerlei Differenz. Sie transzendiert die Grenzen des Ich-Bewusstseins, um uns in den Himmel des Selbst aufsteigen zu lassen, in dem wir uns durch bedingungslose Hingabe in Liebe mit dem kosmischen Willen vereinen.

Der Seelenweg des Sternes

„ATU XVII – Der Stern“ repräsentiert im Thoth Tarot den 15. Pfad im kabbalistischen Lebensbaum. Dieser Seelenweg verbindet die beiden Sephiroth Chokmah und Tiphareth. Chokmah ist die Sphäre der Sterne, ein Symbol des höheren Willens und zählt zu der höchsten Triade im kabbalistischen Lebensbaum. Es ist die Welt des Sternenhimmels, der über unserer bewussten, irdischen Wahrnehmung liegt. Die Sephira wird als der göttliche Spiegel bezeichnet, der auf der Tarotkarte „ATU XVII – Der Stern“ durch den großen lilafarbenen Himmelskörper dargestellt wird, vor dem die nackte Göttin niederkniet. Tiphareth ist die Sephira unserer Seelenmitte, die Sphäre der Sonne und das Christusbewusstsein, durch das hindurch das Höhere Selbst in uns wirken kann. Der 15. Pfad im kabbalistischen Lebensbaum bildet den Bewusstseinskanal, durch den hindurch die Inspiration des Höheren aus der Unendlichkeit der unbewussten Welten unseres Bewusstseins direkt in unsere Seelenmitte strömt und uns in göttliche Ekstase hebt.

Venus, der Morgen- und Abendstern

Die Tarotkarte zeigt eine Verkörperung der Göttin Venus, des strahlenden Morgen- und Abendsterns unseres Bewusstseins. Das Erscheinen der brennenden Liebesgöttin verkündet einen Wechsel – von dem Tag in die Nacht, von der Nacht in den Tag. Sie ist die verführerische Brückenbauerin, die uns durch ihren sinnlichen Duft die Inspiration des unendlichen Sternenhimmels einhaucht und unsere Seele zwischen den Welten wandern lässt. Sie ist die Vermittlerin der Polarität unseres Bewusstseins, die uns als göttliche Muse dazu verleitet, ihr in das mystische Zwischenreich zu folgen: von dem Traum in die Realität und von der Realität in den Traum. Im ewigen Wandel unserer Selbst.

Die Lichtbringerin Venus symbolisiert die Illumination unserer Seele, das Licht, das aus der Dunkelheit hervortritt, um unser Bewusstsein zu erfüllen. Sie steht für das unbewusste Wissen, das aus der Tiefe hervorströmt, um uns mit der himmlischen Essenz zu erfüllen. Eine Zeitqualität ist im Tarot immer eine Seelenqualität. Wir können uns die Kraft des Sterns am besten vorstellen und erfahren, wenn wir den frühen Morgen erleben, an dem Venus als glühender Morgenstern erscheint und uns verrät, dass sich unser Bewusstsein bald wandeln wird, und das Licht die Dunkelheit des Himmel und der Erde erhellt. Die sanfte Morgenröte ist die inspirierende Vorahnung auf das aufkeimenden Leben in spiritueller Ekstase.

…, so auf Erden.

In unserer inneren Seelendynamik, dem Zodiak, symbolisiert „ATU XVII – Der Stern“ die Transzendenz und Medialität unserer Seele. Dem Tierkreiszeichen Wassermann zugeordnet, steht der Stern für das vermittelnde Luftelement. Der Wassermann ist ein sanfter Luftstrom des Äthers, die Kraft der Transzendenz, durch die hindurch wir eine Vorahnung, Verbindung und Inspiration des Jenseitigen erfahren. Es ist die Kraft der Transzendenz, die eine Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits schafft. Durch die Transzendenz erfahren wir Grenzüberschreitungen in unserem Bewusstsein, die uns in den spirituellen Aufstieg bewegen.

Der Wassermann sehnt sich nach dem Übersinnlichen und fördert die Wahrnehmung der sanften Vorahnungen, die Geheimnisse der Weltenseele, die sich auf den Weg machen, um in Erscheinung zu treten. Im Vergleicht zum Löwen, dem Oppositionszeichen dieser Zeit- und Seelenqualität, strebt der Wassermann stets ins Überpersönliche, er überschreitet die Grenzen der eigenen Persönlichkeit. Der Wassermann erhebt sich über das „Ich bin“ – Bewusstsein, um eine Verbindung zu dem Höheren Selbst der Weltenseele zu erfahren. Im Tarot symbolisiert „ATU XVII – Der Stern“ die Religiosität unserer Seele, die mit Demut, Hoffnung und Hingabe an höhere Ziele einhergeht, die sich über das persönliche Wohlergehen hinaus bewegen.

Die Luft, die wir im Zeichen des Wassermanns erfahren, ist sehr klar und rein. Schnee und Regen symbolisieren in gewisser Weise das himmlische Wasser, das hinabfällt, um die Luft unserer Seele zu reinigen. Die rituelle Reinigung spielt für die Wassermannenergie eine große Rolle und hilft uns, diese innere Kraft besser entfalten zu können. Die Reinigung unseres Körpers und unserer Gedanken ist eine Maßnahme, die dazu dient, die aus der Tiefe strömenden Lichtkräfte klarer und reiner wahrnehmen zu können, um durch ihren wahren Sinn und nicht durch die Verschmutzungen unserer Psyche erfüllt zu werden.

Im Tarot ist „ATU XVII – Der Stern“ ein Sinnbild von Maria Magdalena, die sich durch spirituelle Reinigung der spirituellen Wiedergeburt und Neubelebung der schöpferischen Lichtkräfte öffnet. Sie lässt sich von der Kreativität des Heiligen Geistes erfüllen, und offenbart sich als Gefäß der Ekstase, das die spirituelle Essenz aufnimmt, die unser Bewusstsein mit Träumen, Illusionen und Ideen befruchtet.

 

Love is the law,
die O

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