20 Mrz, 2021

ATU VIII | #1 – Die Ausgleichung im Tarot

Hi, ich bin O. Schön, dass du hier bist.  In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Ausgleichung im Tarot. ATU VIII bewahrt das Geheimnis der göttlichen Waage, die als subtile, alles ausgleichenden und immerwährende Kraft hinter allen Erscheinungen unseres Bewusstseins wirkt, um sie im universalen Gleichgewicht zu wiegen. In Schönheit, Harmonie und Ausgleichung.

 

WIE IM HIMMEL,…

Wenn Venus, die Göttin des Tarots, die Bühne des Himmels betritt, kündigt die tricksende Künstlerin eine große Magie an. Sie erscheint als Vermittlerin und göttlichen Waage zwischen den Welten, die das solare und lunare Bewusstsein der Weltenseele in Schönheit in vereint. Die Ankunft des strahlenden Morgen- und Abendsterns ist der Moment, in dem sich die der Schatten und das Licht als polare Spiegelbilder ihrer Selbst gegenüberstehen und sich in Liebe & Einheit erfahren.

Unsere Erde ist eine Maskentänzerin, die sich in einem dynamischen Rhythmus vom Frühling in den Sommer, vom Herbst in den Winter wandelt. Es ist eine Reise, die uns über den Sonnenaufgang der Jahresuhr auf den Zenit führt und uns mit dem Sonnenuntergang in die Tiefe der Nacht begleitet. Der sich um uns drehende Jahreskreislauf enthüllt im Wechselspiel aus Entstehen & Vergehen das Mysterium des Kontinuums der Zeit und unseres Seins.

 

EQUINOX

Das Tierkreiszeichen Waage beginnt mit Equinox, dem großen Tor im Jahreskreislauf. Das Herbstäquinoktium ist einer der beiden horizontalen Sonnenpunkte im Jahreskreislauf, die die göttliche Waage des Himmels bilden. An Equinox begegnen sich der Tag und die Nacht der Weltenseele in perfekter Harmonie, Schönheit und Ausgleichung. So wie Equinox im Frühling den solaren Kraftstrom einleitet und unsere Erde in das Wachstum führt, so begleitet uns Equinox im Herbst in den lunaren Kraftstrom des Jahres und führt uns in die Nacht, in der alle Erscheinungen, die das Sonnenhalbjahr hervorgebracht hat, wieder vergehen. Die Thermodynamik unseres Himmels weist eine Besonderheit auf, die durch „ATU VIII Die Ausgleichung“ im Tarot und Equinox im Jahreskreislauf zum Ausdruck kommt – denn alle Erscheinungen unserer Reise durch die Zeit begegnen sich in ausgeglichener Polarität.

VIII – DAS GEHEIMNIS DER AUSGLEICHUNG

Barfuß und auf Zehnspitzen balancierend, erscheint auf ATU VIII Venus als maskierte Justitia, um das göttliche Gesetz der Ausgleichung zu verkünden. Sie hüllt sich in einem transparenten Kleid, das sich wie zarter Schleier in smaragdgrünen und königsblauen Nuancen um sie legt. Es sind die Farben der Natur, die sich zwischen den Himmel und der Erde der Weltenseele offenbart. Venus präsentiert ihr Wesen in einem oktaederförmigen Diamanten, dem Symbol des Lichts und seiner immerwährenden Beständigkeit. In diesem Oktaeder bewahrt die Göttin das Wissen um eine alte, okkulte und zeitlose Weisheit: „Wie im Himmel, so auf Erden.“

 

WIE IM HIMMEL, SO AUF ERDEN.

Im Pantheismus, durch den uns der Tarot führt, gilt die Annahme, dass sich unser Bewusstsein/Universum als Nullgleichung erfüllt und im ewigen Wandel seiner Selbst ausbalanciert. Nichts kann dem Universum entweichen, nichts kann dem Universum hinzugefügt werden. Hen to pan. Alles ist eins.

Die Nullgleichung, die auf der Reise durch den Tarot als universales Leitprinzip dient, besagt, dass alles, das aus der Null – dem Mysterium unseres Bewusstseins – in Erscheinung tritt, sich in Polarität und Interaktion zueinander begeben muss, um das Gleichgewicht des Bewusstseins zu wahren.

Der Oktaeder, in dem die Göttin der Ausgleichung erscheint, symbolisiert dieses Prinzip. Der Oktaeder ist ein Sinnbild der Vesica Piscis. Die Vesica Piscis schöpft sich durch die Vereinigung zweier gleichgroßer Kreise, die sich exakt spiegeln und in ihrer Mitte überscheiden, um ein Zwischenreich zu erschaffen, in dem sich die Weltenseele entwickeln und erfahren kann. Es sind die beiden Welten, in die sich das All-Bewusstsein teilt, um sich durch seine eigene Polarität und ihren Wechsel hindurch zu erkennen.

Die größte Polarität, die wir erfahren, ist die zwischen Geist und Materie. Im Tarot entsprechen sich diese beiden Welten und präsentieren sich als Spiegelbilder ihrer Selbst. „ATU VIII Die Ausgleichung“ steht für das Gleichgewicht dieser beiden Welten und die Kraft, die das mystische Zwischenreich vollständig ausfüllt.

Ihre Schlangenkrone, die sich als mächtiger Stab des Willens zeigt, ragt bis in die Spitze des Oktaeders und befindet sich auf der Höhe der obersten Sephira Kether, der höchsten Bewusstseinsstufe unserer Seele. Kether ist ein Sinnbild des Himmels unseres Seins – die Quelle des Lichts, der Liebe und der Einheit. Die Spitze ihres magischen Schwertes hingegen zeigt hinab auf Malkuth, die unterste Bewusstseinsstufe im kabbalistischen Lebensbaum. Malkuth ist die Sphäre unserer Erde, das Königreich des Heiligen Geistes. Der Geist und die Materie bilden die größte Polarität unseres Bewusstseins. Ihr Zusammenspiel wird durch die Ausgleichung im Tarot symbolisiert.

 

KARMA

Ein Name der Kraft, die durch ATU VIII zum Ausdruck kommt, ist Karma. Im Tarot symbolisiert Karma eine rein göttliche, unbestechliche und immerwährende Energie, die sich von der Idee menschlicher Moral, persönlichen Erwartungen und träumerischen Hoffnungen befreit. Sie gilt als exakt, allgegenwärtig, selbstregulierend und bildet das Prinzip der Natur. Die vier Ketten, die von ihrer Krone herabhängen, um die göttliche Waagschale zu tragen, symbolisieren die 4 Masken und Grundkräfte unseres Bewusstseins, durch die hindurch sich die tanzende Göttin wandelt.  Mit ihren Flügeln aus prächtigen Pfauenfedern, die die Buntwerdung und Entfaltung ihrer Seele symbolisieren, schwebt sie durch den Tanz, dem eine mysteriöse Kraft zugrunde liegt – eine besondere Magie, die jede einzelne Schwingung des Universums, so klein so auch erscheinen möge, ausgleicht und in Harmonie wiegt.

Karma besagt, dass alles, das in unserem Bewusstsein wirkt – ob Geist oder Materie – einen Einfluss auf unser Universum nimmt, dessen natürlicher Zustand im Tarot als Nullschwingung beschrieben wird. Die Nullschwingung unseres Bewusstseins wird durch den Tierkreis symbolisiert. Im Tierkreis wird jede Zeitqualität mitsamt ihrer Eigenschaften und Ausdrucksformen durch eine ihr gegenüberliegende Zeitqualität ausgeglichen. Die Ganzheit aller Qualitäten gibt ein in sich selbst geschlossenes, dynamisches und sich ausgleichendes System.

 

Die Selbstbeherrschung

In dem Wesen der maskierten Tänzerin liegt ein Ausdruck von tiefer Befriedigung, Konzentration und Lust. Es ist die Befriedigung, die unsere Seele erfährt, wenn sie ihr System zu beherrschen und ihre inneren Polaritäten auszugleichen weiß. Mit besonderer Präzession und Konzentration vollzieht sie die Kunst der Selbstregulation, denn als Vermittlerin zwischen den Welten ist sie sich darüber bewusst, dass jede Bewegung eine Auswirkung auf ihre Seelenwelt nehmen wird.

Der Seelenweg, auf den uns die Ausgleichung im Tarot führt, ist der 21. Pfad im kabbalistischen Lebensbaum, der zwischen den Sephiroth Geburah und Tiphareth verläuft. Der 21. Pfad verbindet das Bewusstseins der Bewegung, Konzentration und Handlung mit unserer Seelenmitte. Auf diesem Weg erfahren wir eine bewusste Verbindung zwischen unseren inneren Impulsen, die wir auf diesem Pfad im Lebensbaum kontrollieren, um sie präzise und zielgerichtet für unsere Entwicklung und die Manifestation des Willens einsetzen zu können.

 

LAMED

Der Seelenweg, der durch ATU VIII im kabbalistischen Lebensbaums gekennzeichnet wird, trägt den hebräischen Buchstaben Lamed. Lamed steht für die Gläubige Intelligenz unserer Seele und ist ein Symbol der inneren Wahrheit, des spirituellen Aufstiegs, des inneren Wissens und der Erkenntnis des Herzens. Das hebräische Wort lew, das Herz bedeutet, beginnt mit dem Buchstaben Lamed. Unser Herz ist das Zentrum, in dem sich der Himmel und die Erde der Weltenseele vereinen und gemeinsam das Kraftfeld kreieren, in dem wir unsere innere Wahrheit und unser Leben erfahren.

Die Kundalini, die weibliche Schlangenkraft, wird im Tarot durch drei Glyphen symbolisiert. Teth, Lamed und Samech. Teth (ATU IX) steht für das Potential der Schlange, Samech (ATU XIV) für den Oroburos und Lamed für ihre Macht, die in unserem Bewusstsein emporgestiegen ist, um wie die Schlangenkrone auf dem Kopf der Göttin Einfluss auf unsere Seelensystem zu nehmen und dieses mit höheren Geisteskräften zu kontrollieren.

…SO AUF ERDEN.

Die Kunst, die die Göttin auf ATU VIII zelebriert, ist die Selbstregulation der Psyche. Die Selbstregulation bezeichnet unsere Fähigkeit, zwischen unseren inneren Seelenanteilen zu kommunizieren, sie zu beherrschen und sie wie die Frau auf der Tarotkarte zielgerichtet einzusetzen.  Im Tierkreis, der unsere innere wie äußere Seelendynamik symbolisiert, steht ATU VIII für das Tierkreiszeichen Waage, das in der psychospirituellen Wandlung unserer Seele die Funktion der selbstregulierenden Kraft übernimmt, die alle Seelenkräfte ausgleicht und in Balance bringt.  

Die Waage unserer Psyche kommuniziert zwischen unseren Seelenwelten, um unsere Emotionen, Gedanken und Handlungen in ihr natürliches Gleichgewicht zu führen, das der Seele erlaubt, ihr Potenzial und ihre Kräfte ideal zu entwickeln. Ein stabiles Seelensystem ermöglicht uns, unserem Sein einen Rahmen zu schenken, durch den hindurch wir unseren Willen und unsere Lebenskraft verwirklichen können. Die meisten Prozesse der Selbstregulation laufen unterbewusst ab und vollziehen sich auf allen Ebenen unseres Bewusstseins, sie wird uns erst dann bewusst und fordert unsere Aufmerksamkeit wie Konzentration, wenn unsere innere Seelendynamik aus der Bahn gerät und nach Korrektur und Anpassung verlangt.  

Je größer unser Bezug zu der Energie der Waage ist, umso ausgeprägter wird unser Feingefühl sein, das Disharmonien in unserer Seelenstruktur wahrnimmt und sie zugleich versucht, in ihren natürlichen Zustand der Harmonie und Schönheit zurückzuführen. Die innere Waage ist stets bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen allen Anteilen der Psyche herzustellen, den bewussten wie unbewussten, den aktiven wie passiven. Sie befindet sich im kontinuierlicher Wechselwirkung und tritt als unbestechliche Vermittlerin zwischen den Seelenwelten auf.  

Die Waage unserer Seele ist eine Seiltänzerin, die mit Konzentration, Präzession, Taktgefühl und Harmonie arbeitet, um alle Erscheinungen unseres Bewusstseins im stetigen Wandel ihrer Selbst auszugleichen.

Die Herrscherin dieser Seelenqualität ist Venus, die Göttin der Liebe. In der Waage fördert sie die Affinität und Hingabe der Seele, die inneren Seelenanteile zu beherrschen und in harmonischen Ausdruck der Schönheit zu bringen, damit unsere Seelendynamik  Die Harmonie, die sie anstrebt, ist der Ausdruck ihrer Schönheit und das Bewusstsein, das ihr erlaubt, ihr Seelenpotenzial durch Selbstbeherrschung  und Bewusstwerdung der eigenen Kräfte zu entfalten.

 

LOVE IS THE LAW,
DIE O.

THOTH TAROT

In meinem Projekt führe ich dich durch den Thoth Tarot von Aleister Crowley. Es ist eine Reise durch unser inneres wie äußeres Bewusstsein. Der  Tarot ist eine Bibliothek und Pinakothek der Seele - die 78 Karten werden dir dein Leben lang dienen.

 

NEW IN 

VENUS KOLUMNE

Venus gilt als die Göttin der Natur und des Tarots. Meine Kolumne, mit der ich dich durch den Tarot begleite, trägt den Namen der Lichtbringerin. Hier findest du das Tagebuch über die Reise durch die 78 Karten der Liebe.

 

 

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