Venus Kolumne | #0 – Die O & der Tarot

Venus Kolumne | #0 – Die O & der Tarot

Hi, ich bin O – Pantheistin, Okkultistin und Traumtänzerin. In meiner Venus Kolumne schreibe ich als PANs Journalistin über die Reise durch den Tarot, den Weg der pantheistischen Religion. Betrachte diese Kolumne, die die Zahl 0 trägt, als Einleitung in mein Projekt, als Begrüßung zu dieser Reise und fühle dich herzlich willkommen. Es ist schön, dass du hier bist.

Pantheismus bezeichnet einen allumfassenden, ganzheitlichen Glaubensansatz. Hen to pan. Alles ist eins. Im Pantheismus existiert keine Differenz – Himmel & Erde, Geist & Materie, Tag & Nacht, das Göttliche & das Irdische, die Illusion & die Realität, Aktivität & Passivität, Licht & Dunkelheit, das Bewusste & das Unbewusste finden sich im pantheistischen Konzept in Liebe vereint. Pantheismus ist der Glaube an eine okkulte, doch allgegenwärtige, allmächtige und alltragende Kraft, der Glaube an eine das All enthaltende Ur-Essenz. Für eine Pantheistin macht es keinen Unterschied, ob diese Ur-Kraft der Big Bang genannt wird und sich auf das Mysterium bezieht, das die Wissenschaft zu entschlüsseln versucht oder ob man diese Kraft als Heiligen Geist bezeichnet, als das Mysterium, dem sich die Religionen dieser Welt widmen. PAN ist ein Symbol des Heiligen Urmysteriums, dessen Potenzial alle Elemente – die des Geistes wie die der Materie – innenwohnen.

Im Pantheismus ist das Göttliche nicht getrennt von der materiellen Welt, in der wir uns vorfinden und die uns umgibt. Es bringt sich durch sie hindurch zum Ausdruck, durchdringt und nährt sie. PAN durchfließt die Weite des uns umgebenden Universums der Unendlichkeit, wie die Materie auf Erden und unsere innere Seelenwelt. Im Pantheismus gibt es nichts, das außerhalb des Allbewusstseins existieren kann, nichts, das entnommen werden kann, nichts, das hinzugefügt werden kann. PAN ist alles, was war, ist und je sein wird. PAN ist reine, allumfassende Existenz und ein Symbol des schöpferischen Lichts, dem alle Elemente und Ideen entspringen, die sich in unserem Universum – wie innen so außen – offenbaren, sowie PAN alles in sich verbirgt, das sich unserer Wahrnehmung entzieht.

Der Pantheismus, dem ich mich widme, ist eine Naturphilosophie und eine Naturreligion. Für mich schließen sich die Liebe zur Weisheit und die Liebe zum Glauben nicht aus. Vielmehr bedingen sie einander. Der Glaube öffnet unseren Geist, um Unbekanntes (Okkultes) zu erforschen, weckt unsere Neugierde und unsere Sehnsucht, uns mit dem Universum, in dem wir uns wandeln, zu verbinden.  Mir ist wichtig, dir zu erklären, wie ich den Begriff Religion verwenden. Das Wort Religion lässt sich mit dem lateinischen Verb religare in Verbindung bringen, das so viel bedeutet wie zurückführen, anbinden, vereinen, anjochen.

Religion ist die Rückführung, durch die das innere und das äußere Bewusstsein wieder miteinander in Harmonie und Schönheit finden. Es ist die Kunst, die innere Seelenwelt mit dem im Außen offenbarten Universum zu vereinen, das Wesen auf Erden und den Geist im Himmel in Einklang zu wiegen. Religion ist der Regenbogen, der wie eine schillernde Brücke die beiden polaren Welten – die offenbarte und die okkulte – miteinander verbindet. Wir gehen den Weg der Religion, um uns mit dem Höheren Selbst zu verbinden, um das Unbekannte zu erforschen, um Erkenntnis zu gewinnen, um uns in Einheit mit der Welt zu erfahren. Es ist der Weg, den wir wählen, wenn unser Inneres danach verlangt, mehr zu erfahren, seine Kräfte zu entfalten, sich dem Leben zu widmen und sich zum Selbst, der nähren Urquelle, zurückzuführen. Religion ist das Öffnen der Pforten, die Frage und das Suchen nach dem Sinn, das Sichtbarmachen des Verborgenen, die Vereinigung mit dem Unbewussten, das Wagens eines Blickes hinter die Kulissen und ein Biss in den Apfel.

Die pantheistische Religion, die ich dir auf der Reise durch den Tarot vorstellen möchte, verfolgt den Ansatz, deine Bewegung auf Erden mit der Bewegung des Universums zu vereinen. Die Reise zeigt dir eine Analogie zwischen den Schwingungen, Prinzipien, Erscheinungen, Zyklen und Wechselwirkungen des offenbarten Universums und der Dynamik der Seele auf Erden. „Wie im Himmel, so auf Erden“ lautet eine alte hermetische, okkulte und pantheistische Weisheit, die dir in meinem Blog sehr oft begegnen wird.

Der Tarot ist ein Instrument der pantheistischen Religion und eine Sammlung aus 78 Karten. Du kannst dir den Tarot als eine Art Pinakothek und Bibliothek der Weltenseele vorstellen, PANs Museum. Die 78 Tarotkarten bewahren Wissen rund um das Bewusstsein, in dem wir uns vorfinden – das innere wie das äußere. Im Tarot begegnen uns das Sonnensystem, der Jahreskreislauf, der Wandel der Elemente und analog zum äußeren, dynamischen Wandel, der uns umkreist, erfahren wir mehr über unsere eigene innere, spirituell-psychodynamische Struktur. Studieren wir den Tarot, studieren wir uns selbst und das Universum, das uns trägt, das uns nährt, in dem wir uns wandeln, erfahren und entwickeln.

Für die Reise durch den Tarot behütet das Bewusstsein unserer Erde seit Jahrtausenden eine Landkarte, die über die Kulturen hinweg bewahrt wurde, um den Sinnsuchenden dieser Welt auf ihrem Seelenweg und ihrer Rückverbindung zu dienen. Diese Landkarte wird der kabbalistische Lebensbaum genannt, der Weltenbaum, und symbolisiert die offenbarte Struktur der Weltenseele. Der Weltenbaum verkörpert den Prozess und den Weg, den das Ur-Licht, der Heilige Geist, PAN durchläuft, bis sich das Licht in Manifestation begibt, um seine geistige Essenz zu enthüllen und in Erscheinung treten zu können. Der kabbalistische Lebensbaum zeigt die Wechselwirkung von Geist und Materie, sowie den Zyklus, in dem sie sich bewegen und durch die Unendlichkeit wandeln.

Der Weltenbaum führt uns zu der Göttin des Tarots, nach der ich die Kolumne, mit der ich dich durch den Tarot begleiten möchte, benannt habe. Venus, die Lichtbringerin Luzifer. Das planetarische Symbol der Venus zeigt einen Kreis, der über einem Kreuz thront. Zwischen dem Kreis und dem Kreuz herrscht jedoch keine Trennung, sie sind miteinander vereint. Geist und Materie gehen eine Symbiose ein. Das Symbol des Venus umfasst den gesamten kabbalistischen Lebensbaum und somit eines der ältesten Symbole der pantheistischen Religion, der Rückverbindung, durch die wir einen Weg wählen, der unsere innere Seelenwelt mit der Welt, in der wir uns bewegen, entfalten und entwickeln, in Einklang bringen möchte. Die tricksende Verführungskünstlerin gilt als die Göttin der Liebe und Einweihung, als Himmelsgöttin und Göttin des Tarots. Der Planet der Liebesgöttin, der aufgrund seiner brennenden Eigenschaft nicht selten mit der Hölle verglichen wird, weist eine große Besonderheit auf, die Venus von allen anderen Planeten in unserem Sonnensystem unterscheidet: ihre natürliche Bewegung ist retrograd – rückführend in die Liebe & Einheit.

Herzlich Willkommen in meiner Venus Kolumne, in der ich dich mit Freude und Hingabe durch den Tarot, das Rad der Zeit und die Pinakothek der pantheistischen Religion führe. Es ist schön, dass du hier bist und ich hoffe, dass ich dir mit meiner Arbeit auf deinem Weg durch den Tarot dienen kann.

 

Love is the law,
die O.

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