Venus Kolumne | #0 – Die O & der Tarot

Venus Kolumne | #0 – Die O & der Tarot

Hi, ich bin O – Pantheistin, Okkultistin und Traumtänzerin. In meiner Venus Kolumne schreibe ich als PANs Journalistin über die Reise durch den Tarot, den Weg der pantheistischen Religion. Betrachte diese Kolumne, die die Zahl 0 trägt, als Einleitung in mein Projekt, als Begrüßung zu dieser Reise und fühle dich herzlich willkommen. Es ist schön, dass du hier bist.

Der Tarot ist ein Instrument der pantheistischen Religion und ein uraltes Konzept, das über die Jahrtausende hindurch bewahrt und behütet wurde, um den Sinnsuchenden dieser Welt auf ihrem Seelenweg zu dienen. Der Tarot besteht aus 78 Karten. Du kannst dir die kleine Sammlung als eine Art Bibliothek und Pinakothek der Weltenseele vorstellen, ein Museum unseres inneren wie äußeren Bewusstseins. Damit ich dir den Tarot erklären kann, müssen wir uns zunächst zwei Begriffe ansehen, die den Nährboden für den Tarot bilden und auf denen er sich aufbaut: Pantheismus und Religion.

Hen to pan. Alles ist eins.

 

Der Tarot ist ein Instrument der pantheistischen Religion. Pantheismus bezeichnet einen allumfassenden, ganzheitlichen Glaubensansatz. Im Pantheismus, der Religion, der ich mich hingebe und die ich liebe, existiert keine Differenz – Himmel & Erde, Geist & Materie, Tag & Nacht, das Göttliche & das Irdische, die Illusion & die Realität, Aktivität & Passivität, Licht & Dunkelheit, das Bewusste & das Unbewusste finden sich im pantheistischen Konzept in Liebe vereint.

Pantheismus ist der Glaube an eine okkulte, doch allgegenwärtige, allmächtige und alltragende Kraft, der Glaube an eine das All enthaltende Ur-Essenz. Für eine Pantheistin macht es keinen Unterschied, ob diese Ur-Kraft der Big Bang genannt wird und sich auf das Mysterium bezieht, das die Wissenschaft zu entschlüsseln versucht oder ob man diese Kraft als Heiligen Geist bezeichnet, als das Mysterium, dem sich die Religionen dieser Welt widmen. PAN ist ein Symbol des Heiligen Urmysteriums, dessen Potenzial alle Elemente – die des Geistes wie die der Materie – innenwohnen.

Im Pantheismus ist das Göttliche nicht getrennt von der materiellen Welt, in der wir uns vorfinden und die uns umgibt. Es bringt sich durch sie hindurch zum Ausdruckt, durchdringt und nährt sie. PAN durchfließt die Weite des uns umgebenden Universums der Unendlichkeit, wie die Materie auf Erden und unsere innere Seelenwelt. Im Pantheismus gibt es nichts, das außerhalb des Allbewusstseins existieren kann, nichts, das entnommen werden kann, nichts, das hinzugefügt werden kann. PAN ist alles, was war, ist und je sein wird. PAN ist reine, allumfassende Existenz und ein Symbol des schöpferischen Lichts, dem alle Elemente und Ideen entspringen, die sich in unserem Universum – wie innen so außen – offenbaren, sowie PAN alles in sich verbirgt, das sich unserer Wahrnehmung entzieht und im Okkulten weilt.

PANs Reise, die Religion.

 

Der Tarot ist PANs Reise, eine Reise durch unseres äußeres Universum, das Sonnensystem, den Jahreskreislauf und den Wandel unserer Erde, und eine Reise durch unser Inneres, durch unsere Entwicklung, unsere Träume, unser Gedanken, Gefühle, Handlungen und Hoffnungen. Dem Tarot und der Reise durch PANs Universum wohnt die Magie inne, den Himmel und die Erde miteinander zu vereinen. Analog zum äußeren, dynamischen Wandel führt uns der Tarot durch unsere innere, spirituell-psychodynamische Struktur. Studieren wir den Tarot, dann studieren wir uns selbst und das Universum, das uns trägt, das uns nährt, in dem wir uns wandeln, erfahren und entwickeln.

Als Instrument der Religion dient der Tarot der Rückführung, der Verbindung unseres Wesens auf Erden mit unserem Geist im Himmel. Mir ist wichtig, dir zu erklären, wie ich den Begriff Religion verwende. Das lateinische Wort religare bedeutet so viel wie „zurückführen, rückbinden, vereinen, anjochen.“

Religion ist die Rückführung, durch die das innere und das äußere Bewusstsein wieder miteinander in Harmonie und Schönheit finden. Es ist die Kunst und die Wissenschaft, die innere Seelenwelt mit dem im Außen offenbarten Universum zu vereinen, das Wesen auf Erden und den Geist im Himmel in Einklang zu wiegen. Religion ist der Regenbogen, der wie eine schillernde Brücke die beiden polaren Welten – die offenbarte und die okkulte – miteinander verbindet. Wir gehen den Weg der Religion, um uns mit dem Höheren Selbst zu verbinden, um das Unbekannte zu erforschen, um Erkenntnis zu gewinnen, um uns in Einheit mit der Welt zu erfahren. Es ist der Weg, den wir wählen, wenn unser Inneres danach verlangt, den Sinn zu suchen, mehr zu erfahren, seine Kräfte zu entfalten, sich dem Leben zu widmen und sich zum Selbst, der nähren Urquelle, zurückzuführen. Religion ist das Öffnen der Pforten, die Frage und das Suchen nach dem Sinn unseres Seins, das Sichtbarmachen des Verborgenen, die Vereinigung mit dem Unbewussten, das Wagens eines Blickes hinter die Kulissen und Religion ist der Biss in den Apfel.

Die pantheistische Religion, die ich dir auf der Reise durch den Tarot und in meiner Venus Kolumne vorstellen möchte, verfolgt den Ansatz, die Bewegung auf Erden mit der Bewegung des Universums zu vereinen. Die Reise zeigt dir eine Analogie zwischen den Schwingungen, Prinzipien, Erscheinungen, Zyklen und Wechselwirkungen des offenbarten Universums und der Dynamik der Seele auf Erden. „Wie im Himmel, so auf Erden“ lautet eine alte hermetische, okkulte und pantheistische Weisheit, die dir in meinem Blog sehr oft begegnen wird.

Der kabbalistische Lebensbaum & die Göttin Venus

Für die Reise durch den Tarot behütet das Bewusstsein unserer Erde seit Jahrtausenden eine Landkarte, die über die Kulturen hinweg bewahrt wurde, um den Sinnsuchenden dieser Welt auf ihrem Seelenweg und ihrer Rückverbindung zu dienen. Diese Landkarte wird der kabbalistische Lebensbaum genannt, der Weltenbaum.

Der Weltenbaum führt uns zu der Göttin des Tarots, nach der ich die Kolumne, mit der ich dich durch den Tarot begleiten möchte, benannt habe. Venus, die Lichtbringerin Luzifer. Das Symbol der Venus zeigt einen Kreis, der über einem Kreuz thront. Zwischen dem Kreis und dem Kreuz herrscht jedoch keine Trennung, sie sind miteinander vereint. Geist und Materie gehen eine Symbiose ein. Das Symbol des Venus umfasst den gesamten kabbalistischen Lebensbaum und somit eines der ältesten Symbole der pantheistischen Religion, der Rückverbindung, durch die wir einen Weg wählen, der unsere innere Seelenwelt mit der Welt, in der wir uns bewegen, entfalten und entwickeln, in Einklang bringen möchte. Die tricksende Verführungskünstlerin gilt als die Göttin der Liebe und Einweihung, als Himmelsgöttin und Göttin des Tarots. Der Planet der Liebesgöttin, der aufgrund seiner brennenden Eigenschaft nicht selten mit der Hölle verglichen wird, weist eine große Besonderheit auf, die Venus in unserem Sonnensystem hervorhebt: ihre natürliche Bewegung ist retrograd – rückführend. Es ist die Bewegung der Religion.

Herzlich Willkommen in meiner Venus Kolumne, in der ich dich mit Hingabe, Liebe und Freude durch den Tarot begleite. Es ist schön, dass du hier bist.

 

Love is the law,
die O.

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